Montag, 16. April 2018

/Filmrezension/ Ready Player One





Regisseur: Steven Spielberg

FSK: 12 Jahre 
Genre: Science-Fiction, Action
Länge: 2 Stunden, 19 Minuten
Starttermin: 05. April 2018








Wade Watts lebt in einer Art überdimensionaler Wohnwagensiedlung am Rande von Oklahoma City im Jahr 2045. Nach zahlreichen Wirtschafts- und Naturkatastrophen ist das Leben in der Realität ein einziger Kampf geworden. Aus diesem Grund verbringen die Menschen den Großteil ihrer Freizeit in einer virtuellen Realität, namens OASIS, in der die einzige Grenze die menschliche Fantasie darstellt. In der OASIS ist alles möglich und jeder darf der sein, der er will.
Als vor einigen Jahren der Gründer der OASIS, James Hallaway, starb, gab er ein unglaubliches Geheimnis preis. Irgendwo in seinem gewaltigen Universum der virtuellen Realität, versteckte er ein sogenanntes Easter Egg. Nach drei erfolgreich gelösten Rätseln soll der erste Finder des Easter Egg Hallaways Erbe werden und die Führung des gesamten OASIS Universums übernehmen. Lange Zeit tat sich im Wettbewerb überhaupt nichts, bis Wade, ein fanatischer Hallaway Verehrer, das erste Rätsel knackt und plötzlich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht...

Normalerweise gehe ich als große Skeptikerin ins Kino, wenn es heißt, dass eine literarische Science-Fiction Vorlage verfilmt werden soll, vor allem, wenn ich das Buch erst vor kurzem gelesen habe. Science-Fiction Welten sind vielschichtiger als normale Welten und so können die eigene Vorstellungskraft und die filmische Realität noch intensiver kollidieren, als sie es ohnehin bei filmischen Literaturadaptionen regelmäßig tun. 
Doch Steven Spielberg ist mit der Verfilmung von Ernest Clines Roman "Ready Player One" etwas Erstaunliches gelungen. Er hat die OASIS lebendig gemacht. Er hat es geschafft die virtuelle Realität für den Kino-Zuschauer zugänglich zu machen. Zugleich ist es ihm gelungen einen guten Kompromiss bei der Frage zu finden, wie die Handlung im Buch auf die Filmleinwand gebracht werden sollte, was wohl vor allem daran lag, dass der Autor des Romans selbst am Drehbuch mit geschrieben hat. Und zum Schluss hat er das vollbracht, was "Ready Player One" zum großen Teil ausgemacht hat. Spielberg hat die Hommage an die Filme, Serien, Musik und Videospiele, also an die Popkultur der achtziger Jahre, die jede Seite von Clines Roman durchzieht, so charmant und fast schon perfekt in die filmische Version umgesetzt, dass ich mich mehr als einmal dabei erwischt habe, wie ich grinsend die Handlung des Films verfolgt habe. Wer sich also einigermaßen in den Achtzigern auskennt, wird bei "Ready Player One" voll auf seine Kosten kommen. Wer eine besondere Schwäche für dieses Jahrzehnt hat, der wird diesen Film lieben. 
Auch die Besetzung, die zum Großteil eher unbekannt war, war hervorragend gewählt. Gerade die Hauptfigur, verkörpert durch den Schauspieler Tye Sheridan, spielte den Charakter Wade Watts detailgetreu und authentisch. Aber auch die Nebenfiguren haben ihre Sache sehr gut gemacht. 
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Verfilmung von "Ready Player One" etwas geschafft hat, was nur sehr wenige Literaturverfilmungen vor ihr geschafft haben: Sie ist ihrer Vorlage gerecht geworden. Spielberg hat keinesfalls versucht Clines Roman bloß stumpf nachzuerzählen. Er hat Handlungselemente übernommen, allerdings auch da verändert, wo es nötig gewesen war. Das führte übrigens auch zu meiner absoluten Lieblingsszene, die sich größtenteils in einem sehr berühmten Hotel abgespielt hat. Was es mit dieser Szene auf sich hat, müsst ihr schon selbst herausfinden.
Auf ins Kino! 

Sonntag, 15. April 2018

Laetitia Colombani - Der Zopf






Verlag: S.Fischer 
Erschienen: 21. März 2018
Seiten: 288
Preis: 20 Euro (Ebook: 16.99 Euro)







Smita lebt mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in einem kleinen indischen Dorf. Sie träumt von einem anderen Leben für ihre Tochter und kämpft wie verbissen darum, diesen Traum zu verwirklichen.
Sarah lebt in Kanada und ist eine erfolgreiche Alleskönnerin. Sie ist sowohl leidenschaftliche Anwältin, als auch Mutter und meistert ihr Leben mit einem Perfektionismus, der beeindruckend ist. Bis zu dem Tag, der alles verändert.
Guilia arbeitet in der Fabrik ihres Vaters in Sizilien, die seit mehreren Generationen aus sizilianischen Haaren Perücken anfertigt. Guilia liebt ihr Leben genauso wie es ist und möchte, dass es immer so bleibt, bis die Familie plötzlich ein Schicksalsschlag ereilt. 

Drei unterschiedliche Frauen.
Drei Leben.
Drei Welten. 
Drei Kontinente.
Zunächst scheinen Laetitia Colombanis Protagonistinnen in "Der Zopf" nichts gemeinsam zu haben. In ihren unterschiedlichen Welten scheinen gemeinsame Anknüpfungspunkte fast unmöglich zu sein. Doch Colombani ist mit ihrem Debütroman wahrhaftig ein kleines Kunststück gelungen. Zuerst noch lose, verknüpft sie immer mehr die einzelnen Handlungsstränge dieser drei besonderen Frauen miteinander, so dass sich plötzlich doch gemeinsame Berührungspunkte ergeben und natürlich wird an dieser Stelle auch deutlich, woher die Geschichte ihren Namen bekommen hat. Das Verknüpfen wirkt in der Hinsicht, dass die Autorin einen erzählerischen Zopf flechtet, der immer dichter wird.
Doch neben dieser besonderen Erzählweise stehen natürlich ihre Figuren. Alle drei Frauen meistern ihr Leben auf ganz unterschiedliche Weisen und haben plötzlich mit besonderen Vorkommnissen zu tun, die ihr bisheriges Leben komplett auf den Kopf stellen. Man bewundert Colombanis Protagonistinnen, weil sie unfassbar stark sind und sich niemals von ihren Zielen abbringen lassen. Durch die starken Persönlichkeiten der Figuren, erkennt man schnell die eigentliche Intention dieses Buches, die ebenso wunderbar ist, wie die Geschichte: Wir Frauen können alles, was wir uns vornehmen, auch erreichen und weder gesellschaftliche, noch persönliche Grenzen werden uns aufhalten können. Und wir sind sogar noch stärker, wenn wir uns zusammentun und die Kraft der Gemeinschaft erkennen. Auch wenn wir es nicht sehen, das Band, das wir knüpfen, wird niemals zerreißen. 
Colombanis Figuren leben die Botschaft ihrer Geschichte auf jeder einzelnen Seite. Obwohl "Der Zopf" in Relation wenige Seiten hat, wird hier trotzdem eine gewaltige, eine großartige und vor allem eine wichtige Geschichte erzählt. Und auch das, was zwischen den Zeilen steht, ist so wichtig, wenn nicht sogar am wichtigsten: In "Der Zopf" geht es um Frauen, die in vielen Teilen der Welt immer noch keinerlei Recht besitzen über ihr eigenes Leben zu bestimmen. Es geht um Ausgrenzung in gesellschaftlichen und persönlichen Bereichen von Frauen, die als selbstverständlich angesehen werden und auch in der Realität in dieser Form immer und immer wieder statt finden. Es geht um das Brechen mit Traditionen für ein höheres Ziel. 
Colombani legt ihren Protagonistinnen immer wieder Steine in den Weg, weil die Welt da draußen eben so ist. Auch wenn wir uns das immer wieder einreden, leben wir in keiner gleichberechtigten Gesellschaft und genau diesen Punkt hält die Autorin in ihrem Roman der Welt vor. Doch so, wie sie ihren Figuren Steine in den Weg legt, stemmen diese die Steine immer wieder weg und gehen konsequent ihren Weg weiter. 
"Der Zopf" ist ein unglaublich beeindruckendes und besonderes Buch geworden. Eine Geschichte, die aufrüttelt und hoffentlich auch verändert. Und eine Geschichte, die zeigt, dass man alles schaffen kann, wenn man nie den Glauben an die eigene Persönlichkeit und Stärke verliert. 

Donnerstag, 12. April 2018

Assaf Gavron - Achtzehn Hiebe




Verlag: Luchterhand
Seiten: 417
Erschienen: 26. Februar 2018
Preis: 22 Euro (Ebook: 17.99 Euro)





Eitan Einoch, Mitte Vierzig, ist Taxifahrer in Tel Aviv. Jeden Tag erzählt Eitan seinen Fahrgästen bestimmte Anekdoten aus seiner Heimatstadt, wenn er sie zu ihrem Ziel bringt. Es gibt aber auch Tage, da wird Eitans eigene Geschichte ans Tageslicht befördert, meistens, wenn er von seinen Fahrgästen erkannt wird, als derjenige, der in einer Woche drei Terroranschläge überlebt hat. 
Doch alles ändert sich an dem Tag, an dem eine rüstige Seniorin, namens Lotta Pearl in Eitans Taxi steigt und die ungewöhnliche Bitte hervorbringt ab jetzt jeden Tag die Fahrt zum Friedhof mit Eitan machen zu wollen. 
Auf diese Weise erfährt Eitan von einer fast siebzig Jahre zurückliegenden Liebesgeschichte zwischen einem britischen Soldaten und Lotta, dessen Grab sie regelmäßig besuchen will. Zunächst geht Eitan von einer Liebe aus, die über dem Tod hinaus Bestand hat, bis zu dem Tag, an dem Lotta Eitan von ihrem Verdacht erzählt, dass ihre große Liebe möglicherweise einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist und den Taxifahrer beauftragt den Mörder zu finden...

"Achtzehn Hiebe" von Assaf Gavron gehört zu diesen Geschichten, von denen man durch Zufall hört und die man aber umso intensiver lesen möchte. Als ich die Inhaltsbeschreibung des Buches vor mir liegen hatte, war mir klar, dass ich um diese Geschichte nicht herumkommen werde und nach der Lektüre hat es sich sehr gelohnt.
Assaf Gavrons Geschichte ist besonders durch und durch. Es ist eine Hommage an die Heimatstadt des Autoren, Tel Aviv, die vor allem durch seine Hauptfigur verkörpert wird. Der Taxifahrer Eitan kennt zu jeder noch so kleinen Begebenheit in Tel Aviv mindestens eine Geschichte oder Anekdote. Die besondere Beziehung zu seiner Heimatstadt schimmert durch jede Zeile hindurch und es bereitet wirklich Freude Eitan bei seinen zahlreichen Fahrten durch Tel Aviv zu begleiten. Die eigentliche Handlung kommt dabei an keiner Seite zu kurz. "Achtzehn Hiebe" lebt vor allem von der Liebesgeschichte zwischen einem britischen Soldaten und des jüdischen Mädchens aus längst vergangenen Zeiten, die nach und nach ein immer deutlicheres Bild ergibt, aber vor allem auch durch die besonderen Charaktere, die in der Geschichte auftreten. Da wäre einmal der bereits erwähnte Eitan, ein geschiedener und liebender Vater, der plötzlich mit Mitte Vierzig wieder sich selbst finden muss und dann natürlich Lotta, die bereits zum Anfang mit einem eigenen und wunderschönen Zitat die Handlung im Buch eröffnet. Lotta bewohnt ein Zimmer im Seniorenheim und tritt mit der ungewöhnlichen Bitte an Eitan heran, dass er sie jeden Tag mit dem Taxi zum relativ weit entfernten Friedhof bringen soll, damit Lotta einen lange verflossenen Liebhaber, der vor kurzem gestorben ist, besuchen kann. 
Aus diesem Ausgangsszenario entwickelt sich eine ungewöhnliche und gut konstruierte Handlung, die irgendwo zwischen Detektivroman, der Geschichte Israels und Liebesgeschichte anzusiedeln ist. Gut konstruiert ist die Handlung aus diesem Grund, weil ich nie wusste, wen von den handelnden Personen wirklich zu trauen ist. Sogar Lotta, die man zu Beginn eigentlich nur ins Herz schließen konnte, tauchte mehr als einmal auf meiner Liste der Verdächtigen auf.
Mit "Achtzehn Hiebe" ist dem Autoren Assaf Gavron eine sehr unterhaltsame Geschichte gelungen. Er nimmt uns mit auf eine Tagestour durch seine Heimatstadt, erzählt von Liebe, Schuld, Verrat und Verbrechen und erschafft sympathische und liebenswürdige Figuren und schafft es dabei nie ins Dramatische oder Kitschige abzurutschen. 
Ein gelungenes Buch. 

Mittwoch, 4. April 2018

Cath Crowley - Das tiefe Blau der Worte





Verlag: Carlsen
Seiten: 400
Erschienen: 21. März 2018
Preis: 17.99 Euro (Ebook: 12.99 Euro)



Rachel und Henry sind beste Freunde. 
Oder waren es einmal vor mehreren Jahren, bis Rachel mit ihrer Mutter und ihren Bruder aus der Kleinstadt weggezogen ist und sich nicht von Henry verabschiedete und den Kontakt auch danach abbrechen ließ.
Henry ist der Überzeugung, dass Rachel ihn vergessen hat. Doch das Leben lässt sich nicht immer in schwarz und weiß unterteilen, so wie Henry vielleicht denkt. Rachel hatte jede Menge Gründe für ihr Verhalten und dabei spielt nicht nur ein unbeantworteter Liebesbrief eine entscheidende Rolle. 
Doch jetzt ist Rachel zurück in der Stadt und fängt auch wieder in der Buchhandlung an zu arbeiten, die Henrys Familie gehört und die früher Rückzugsort und zweites Zuhause zugleich für Rachel war. 
Rachel ist sich sicher, dass die Zeit ihre Gefühle für Henry ausradiert hat, doch heilt Zeit wirklich alle Wunden?

Was für eine wunderschöne Hommage an das geschriebene Wort!
Was für eine tiefsinnige und melancholische Liebeserklärung an die Literatur!
Spätestens, nachdem ich die Inhaltsbeschreibung von "Das tiefe Blau der Worte" von Cath Crowley gelesen hatte, wusste ich, dass ich diese Geschichte lesen musste. Ein Buch, das größtenteils in einer Buchhandlung spielt und zwei Literaturliebende als Protagonisten vorstellt, eigentlich schien "Das tiefe Blau der Worte" für jeden Bücherliebhaber ein absolutes Muss-Buch zu sein. 
Und das nicht ohne Grund.
Aus jeder einzelnen Seite von Cath Crowleys Werk schimmert die unbändige und niemals endende Literaturliebe durch, die wir alle so gut kennen und nachvollziehen können. Doch die Autorin geht noch weiter und baut einen einfach nur wunderschönen erzählerischen Aspekt mit Hilfe der Literatur in ihrer Geschichte ein, den ich am liebsten noch heute Beifall spenden möchte.
Es ist schön etwas zu lesen, das nicht nur eine besondere Geschichte erzählt, sondern mit Hilfe des eigenen Mediums Literaturliebe in jeder Zeile feiert. Mit jeder weiteren gelesenen Seite wanderten scheinbar immer mehr Bücher auf meine Wunschliste, da Crowley in ihrem Werk so viele Titel nennt, dass man eigentlich schon eine eigene "Das tiefe Blau der Worte"-Bücherwunschliste eröffnen könnte. 
Doch natürlich ist das vorliegende Werk nicht nur Bücherliebe. Cath Crowley hat das Kunststück vollbracht eine tiefgehende und melancholische Geschichte zu erzählen, dabei unglaublich sympathische und liebenswürdige Figuren zu erschaffen und das Ganze auch noch an einem Ort spielen zu lassen, an dem man am liebsten sofort hinziehen möchte. 
Ich habe in letzter Zeit selten etwas gelesen, das so rundum gelungen war, wie dieses Buch. Trotz seiner vielen traurigen erzählerischen Aspekte, besitzt "Das tiefe Blau der Worte" einen fast schon einzigartigen Wohlfühlcharakter, der es zu etwas ganz Besonderem macht. Von "Hach ja"-Momenten, Gänsehaut, wissendem Lächeln und Momenten, in denen man über das eigene Leben nachdenkt, bietet dieses Buch seinen Leserinnen und Lesern die gesamte emotionale Palette an Lesegefühlen an und schafft es dabei an keiner Stelle kitschig zu sein.
Man merkt, hier liest man weniger Beurteilung als viel mehr Schwärmerei, doch "Das tiefe Blau der Worte" ist eines dieser Bücher, die man am liebsten jeden in die Hand drücken möchte, weil man das Gefühl hat, dass diese Geschichte die Welt ein Stück besser machen könnte, wenn nur möglichst viele Menschen sie lesen. Gleichzeitig wirkt es so, als würde es ein bestimmtes Geheimnis nur mit dir alleine teilen. Es geht um dieses einzigartige Gefühl, wenn man eine Buchhandlung betritt und der sicheren Überzeugung ist, dass hier eine Geschichte auf dich wartet, die nur für dich bestimmt ist. 
Ein Gefühl, das jeder Bücherliebhaber kennt und das doch für jeden besonders und für jeden allein bestimmt ist. 
Wenn ihr das nächste Mal in der Buchhandlung so einen Schatz sucht, "Das tiefe Blau der Worte" ist vielleicht genau das Richtige für euch.

Freitag, 30. März 2018

Katrine Engberg - Krokodilwächter




Verlag: Diogenes
Seiten: 512
Erschienen: 28. März 2018
Preis: 22 Euro (Ebook: 18.99 Euro)



Warum musste eine junge Frau, die mitten im Leben stand, plötzlich sterben?
Mit dieser Frage müssen sich die Kommissare Jeppe Korner und Anette Werner auseinander setzen, als die Studentin Julie tot in ihrer Kopenhagener Wohnung aufgefunden wird. Julie wurde Opfer eines grausamen Verbrechens, ihr Gesicht vor und nach ihrem Tod mit einem Messer entstellt.
Während die Ermittlungen voranschreiten und erste Verdächtige gefunden werden, taucht plötzlich ein ominöses Manuskript auf, geschrieben von Julies Vermieterin, in dem der Mord an einer jungen Frau bis auf wenige Details genau beschrieben wird. 
Wollte Julies Vermieterin Esther Geschriebenes in die Tat umsetzen oder treibt ein unbekannter Täter ein perfides Spiel mit der Kopenhagener Polizei? 
Korner und Werner müssen sich beeilen, bevor der Mörder erneut zuschlägt.

Normalerweise begegne ich Thrillern, die sich mit mindestens zwei ermittelnden Kommissaren schmücken, immer mit einer gesunden Skepsis, da sich die Muster in solchen Geschichten oft wiederholen oder sehr ähneln. Neugierig auf "Krokodilwächter", der erste Fall von Korner und Werner von Kathrine Engberg, wurde ich dann allerdings wegen des erzählerischen Aspekts des Manuskriptes, das den Mord an der Studentin Julie vorher erzählt.
Leider muss ich an dieser Stelle anmerken, dass ich mich von diesem erzählerischen Bauteil habe blenden lassen, denn mein abschließender Leseeindruck von "Krokodilwächter" sieht so aus, dass mich die Handlung nicht überzeugen konnte. Zunächst hatte ich das Gefühl alles schon einmal gelesen zu haben. Dem Handlungsverlauf fehlte die Frische und das Neue, was den Leser dazu gebracht hätte atemlos an den Seiten zu kleben und nicht nur Absätze und manchmal sogar ganze Seite zu überfliegen, weil man das, was als Nächstes passierte, fast schon vorausahnen konnte.
Wovon ich ebenfalls sehr enttäuscht war, waren die Charaktere in "Krokodilwächter", die so klischeebehaftet waren, als hätte man sie aus einer stereotypischen Vorlage für Thrillerkommissare ausgeschnitten und in die Handlung geklebt: Zunächst steht dort der kürzlich von seiner Frau verlassende, abgehalfterte männliche Part des Ermittlerduos, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird. Immer ein bisschen zu nahe am übermäßigen Alkoholkonsum und immer sehr weit vom nächsten, längst überfälligen Arztbesuch entfernt, obwohl der ganze Körper aus Schmerzen besteht, die nur noch mit Schmerzmitteln gebändigt werden können. Demgegenüber steht die viel fittere und jüngere weibliche Seite, die ihr Leben mühelos im Griff hat und neben der ganzen Arbeit natürlich noch fähig ist, eine funktionierende Beziehung zu führen. Dieses stereotypische Charakterbild war einer der Gründe, warum meine Skepsis gegenüber dieser Erzählart von Thrillern immer mehr gewachsen ist. Für mich persönlich ist es schwierig bei diesen immer wieder da gewesenen Charaktereigenschaften überhaupt irgendeine Art von Tiefe in den Figuren zu entdecken, geschweige denn eine Bindung zu ihnen aufzubauen. Einzig Julies Vermieterin Esther konnte ich etwas abgewinnen und freute mich auf die Kapitel, die aus ihrer Sicht erzählt wurden. 
Obwohl die Handlung mich so lange nicht überzeugen konnte, war es dann aber das Ende, das es noch einmal herausgerissen hat. Die schlussendliche Auflösung ist wahnsinnig klug und gut konstruiert und konnte lange in dem Umfang nicht erahnt werden.
Sehr schade, da in diesem Thriller viel Potenzial verschenkt wurde. 

Donnerstag, 29. März 2018

Blogtour. Die Stille meiner Worte - Ava Reed / Hommage an die Nebencharaktere

Liebe Freunde, 

herzlich Willkommen zum vierten Tag der Blogtour zu Ava Reed's wundervollem Werk "Die Stille meiner Worte". Bei mir geht es heute um die Nebencharaktere in der Geschichte, danach könnt ihr in diesem Beitrag noch einmal die Rezension zu dem Buch lesen und zum Schluss gibt es natürlich auch noch etwas zu gewinnen. 


Laut dem Duden wird der Begriff "Nebenfigur" mit einer wenigen wichtigen Figur gleichgesetzt. Bekannte Synonyme sind der Statist, die Statistin, die Marionette oder die Randfigur. 
Es gibt viele Geschichten auf dieser Welt, in denen der Begriff "Nebenfigur" nicht einmal annähernd die Charaktere beschreibt, auf denen sich dieser Begriff bezieht. 
Wo stünden unsere Lieblingshelden Harry Potter, Ron Weasley und Hermine Granger ohne ihre Freunde aus Hogwarts? Was wäre ein Hogwarts ohne Hagrid? Manche Geschichten hätten ohne ihre Nebencharaktere nicht erzählt werden können, "Die Stille meiner Worte" gehört zu diesen Geschichten. 

Mo

Ach Mo, weißt du eigentlich wie dankbar ich dir süßes kleines und genauso freches Fellgesicht bin? Was wäre bloß aus Hannah geworden, wenn du nicht, seit Izzys Tod, treu an ihrer Seite gewesen wärst?
Wie hätten Hannahs, Levis, Sarahs oder Linas Geschichte erzählt werden können, wenn du nicht als heimliches Maskottchen durch das Camp geschlichen wärst? Wie oft ich schmunzeln musste, als Levi aufgewacht ist und gemerkt hat, dass du auf seinem Gesicht geschlafen hast. Wie oft du Trostspender durch deine bloße Anwesenheit gewesen bist. 
Danke, dass du "Die Stille meiner Worte" zu der Geschichte gemacht hast, die sie ist. 
Du wirst für immer mein Lieblingsglückskater bleiben. 

Sarah

Sarah, was soll ich sagen?
Die Szene mit Hannah und dir im Camp ist für mich der erste absolute emotionale Höhepunkt der Geschichte gewesen. 
Wenn nicht sogar, DER Höhepunkt. 
Nachdem ich sie gelesen habe, war ich der festen Überzeugung, dass meine Gänsehaut nie wieder verschwinden wird und die Tränen. 
Es gibt so viel, was ich dir gerne sagen würde aber manchmal reichen Worte nicht, um zu beschreiben, wie sehr ich deine Stärke, deine Loyalität, deinen Mut und dein Wesen bewundere. Du warst für mich so viel mehr, als jemand, der nur am Rand steht. Du hast der Geschichte mit deiner einzigartigen und liebevollen Art und Weise deinen Stempel aufgedrückt. 
ich danke dir dafür und dass du bist, wie du bist. 

Levi

Hach Levi, immer wenn ich an dich denken muss, habe ich plötzlich das Gefühl wieder sechzehn und zum ersten Mal verliebt zu sein. 
Du bist wohl der Junge, den sich jedes Mädchen als ersten Freund wünscht, aber du bist noch viel mehr als das. 
Ich fand es so unheimlich bewundernswert, wie du mit Hannah umgegangen bist. Du hast sie nie gedrängt irgendetwas zu tun, das sie nicht wollte. Du warst geduldig die ganze Zeit, auch wenn du es nicht warst. Du hast es ihr nie gezeigt, weil du genau wusstest, was für ein Päckchen sie mit sich herum trägt. Genau wie du etwas mit dir herum trägst. 
Auch wenn Hannah ihre Worte verloren hat, du hast es geschafft trotzdem mit ihr zu kommunizieren, auf eure eigene einzigartige Art und Weise. 
Ich fand es schön, dass eure Geschichte nicht zu den klassischen Liebesgeschichten gehört, die man in Jugendbüchern so häufig findet. Eure Geschichte geht viel tiefer, sie ist ehrlich und verletzlich und deswegen so besonders.

Lina

Ich kann dich so gut verstehen, Lina. 
Deinen Anfang im Camp, als du die Leute versucht hast mit Sarkasmus von dir fernzuhalten. 
Was für eine Umstellung es gewesen sein muss plötzlich mit Menschen umgeben zu sein, die zumindest ansatzweise nachvollziehen können, was du durchgemacht hast und was du noch jeden Tag mit dir herum trägst. 
Umso schöner war es zu beobachten, wie vor allem Mo dich jeden Tag ein bisschen mehr aus deiner selbst gebauten Festung heraus locken konnte und du zeigen konntest, was für ein wundervoller Mensch unter den vielen Schichten steckt. 
Du hast mir gezeigt, wie wichtig es ist, Menschen an sich heran zu lassen, auch wenn man glaubt keinen Mensch zu brauchen. Du bist so viel stärker, als du denkst. 


Für alle, die die Geschichte noch nicht kennen und immer noch etwas Überzeugungsarbeit benötigen, kommt hier noch einmal meine Rezension zu "Die Stille meiner Worte: 

Rezension















Hannah hat ihre Worte verloren. 
Seit ihre Zwillingsschwester Izzy gestorben ist, findet sie keine Möglichkeit mehr sich akustisch ihrer Außenwelt mitzuteilen.
Hannahs Mauern, die sie um sich baut, wachsen ins Unendliche und es scheint, als würde niemand sie einreißen können. Bis zu dem Tag, an dem Hannah Levi über den Weg läuft, der fest entschlossen ist hinter ihre Fassade zu blicken und hinter ihr dunkles Geheimnis zu kommen. 

Worte zu finden ist manchmal nicht so einfach, wie man sich das vorstellt. An manchen Tagen sprudeln sie aus dir heraus und du hast Mühe dabei sie in die richtige Reihenfolge zu bringen, dann gibt es Tage, an denen du sie suchst und suchst und froh bist, wenn du sie wiederfindest. 
Es kann aber auch sein, dass so etwas Schreckliches und Grausames geschieht, dass die Worte einfach verschwinden, weil sechsundzwanzig Buchstaben im Alphabet so lapidar und so wenig erscheinen, um Gefühle zu beschreiben, die nicht zu beschreiben sind und die Worte verschwunden bleiben, egal, wie verzweifelt man nach ihnen sucht. 
Und dann gibt es die schönen Momente, in denen man ein Buch liest, das den Worten Tribut zollt und das so wunderschön geschrieben ist, dass die Gänsehaut zu einem alten Freund wird und die Tränen in den Augen zu einem ständigen Begleiter. 
Eine Geschichte, die es geschafft hat Trauer, Verlust, Schuld, Freundschaft und diese kleinen Glücksmomente, die das leise Versprechen in sich tragen, dass sich das Leben vielleicht doch lohnt richtig und intensiv zu leben, in perfekter Harmonie in sich zu vereinen. 
Ein Buch, das weiß, wie es diesen besonderen Klebstoff ausarbeiten muss, der bewirkt, dass es an den Händen seiner Leserinnen und Leser kleben bleibt und es fast unmöglich scheint die Geschichte beiseite zu legen. 
Ein Buch, das man nach der letzten gelesenen Seite in die Arme schließt und sich dabei keine einzige Minute albern vorkommt. 
Ein Buch, das man versucht mit Worten gerecht zu werden, obwohl man weiß, dass dieses Vorhaben schon beim ersten Mal, in dem die Tränen deinen Blick auf die Worte verschleiert haben, aussichtslos ist. 
Für mich persönlich, die den Weg der Autorin Ava Reed seit Beginn verfolgt hat, ist "Die Stille meiner Worte" ihr bestes Werk. Sie erzählt die Geschichte einer Protagonistin, die ihre Worte verloren hat, und schafft es dabei nicht Gesprochenes durch ihren besonderen Schreibstil sichtbar zu machen, so dass man die Möglichkeit erhält, als Leser, eine ganz persönliche und fast schon intime Beziehung zu Hannah aufzubauen, da wir, die die Geschichte lesen, lange Zeit die Einzigen sind, die hinter Hannahs Fassade schauen dürfen. Und das tut manchmal so weh, dass man nicht nur einmal in die Worte hineinkriechen möchte, um Hannah Trost zu spenden und um ihren Glückskater Mo, ihren ständigen und treuen Begleiter, über das Fell zu streicheln. 
Doch "Die Stille meiner Worte" ist noch so viel mehr als ihre besondere Protagonistin. Wir begegnen Nebenfiguren, denen die Bezeichnung "NEBENfiguren" ungefähr so nahe kommt, wie Schnee dem Sommer. Egal, ob Sarah, Levi oder Lina, Sie alle haben ihre ganz eigene Geschichte zu erzählen, Sie haben ihr Päckchen zu tragen und vor allem tragen Sie die Geschichte genauso wie Hannah und natürlich Mo. Ohne ihre Nebenfiguren hätte "Die Stille meiner Worte" nicht erzählt werden können. 
Ava Reeds mittlerweile sechstes Buch ist also auf vielerlei Art und Weise wertvoll. Es schafft es Unausgesprochenes auszusprechen und durch wundervolle Figuren den Schmerz und den Verlust nicht zu einem allumfassenden Etwas zu machen, das man nicht überwinden kann. Aber vor allem ist es eine Hommage an das Leben, den Neuanfang und die Erkenntnis, dass sich das Leben lohnt, egal, wie schwer es manchmal ist. 






Ihr könnt von "Die Stille meiner Worte" nicht genug bekommen?
Dann schaut euch das nachfolgende Video genau an. Hier spricht die Autorin selbst über ihr Werk:

Alle Stationen der Blogtour

26.03 Trallafittibooks Fakten und Infos rund um das Buch
27.03 bookaholic. Video-Interview mit Ava
28.03 Beauty and the book Tagebucheintrag aus Izzys Sicht
29.03 Buchmagie Hommage an die Nebencharaktere
30.03 Miss Watson Handlettering Zitate
31.03 Kielfeder 10 Gründe, warum man das Buch lesen muss
01.04 hisandherbooks Brief an Ava. Eine besondere Rezension

Gewinnspiel

Zu guter Letzt gibt es dann natürlich auch was zu gewinnen bei mir. 
Ihr habt die Möglichkeit drei Ebooks von "Die Stille meiner Worte" zu gewinnen. Kommentiert einfach diesen Beitrag und verratet mir, welche Nebenfigur euch in Büchern besonders beeindruckt hat und warum. 
Unter allen Kommentaren aller Beiträge der Blogtour wird zudem ein Hardcover verlost. 

Teilnahmebedingungen
Es besteht die Möglichkeit, ein Exemplar des vorgestellten Buches zu gewinnen. Um teilzunehmen musst du 18 Jahre alt sein. Der Rechtsweg und die Auszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen. Deine Daten werden lediglich für die Übermittlung an den Verlag und die Autorin benötigt. Eine Haftung für den Postweg ist ausgeschlossen. Der Teilnehmer ist damit einverstanden, dass sein Name öffentlich genannt wird und meldet sich im Falle eines Gewinnes innerhalb von 48 Stunden zurück. Ansonsten wird erneut ausgelost und ein Anspruch besteht nicht. Das Gewinnspiel läuft bis zum 06.04. um 23.59. Danach wird ausgelost und der Gewinner unter diesem Post erwähnt. Bitte hinterlasse deine E-Mail-Adresse zur Kontaktmöglichkeit. Beachte, dass der Gewinn über den Verlag verschickt wird und es aus organisatorischen Gründen zu zeitlichen Verzögerungen des Versands kommen kann. 
Herzlichen Dank an den Ueberreuter Verlag und Ava Reed für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares und die Ermöglichung des Gewinnspieles.

Mittwoch, 21. März 2018

A.J. Finn - The woman in the window





Verlag: blanvalet
Seiten: 543
Erschienen: 19. März 2018
Preis: 15 Euro (Ebook: 4.99 Euro -Stand 21.03.18)







Anna Fox, ehemalige Kinderpsychaterin, hat seit zehn Monaten ihr Reihenhaus in New York City nicht mehr verlassen. Bei jedem Versuch wieder ins Freie zu treten, überfallen die ehemals selbstbewusste und im Leben stehende Frau Angstattacken und Ohnmachtsanfälle. Von der Ärztin zur Patientin, versucht Anna alles, um sich von der drohenden Vereinsamung zu schützen.
Dazu gehören auch regelmäßige Gespräche mit Mann und Tochter, die seit Annas psychischen Zusammenbruch nicht mehr mit in dem Haus leben. Zudem beobachtet Anna regelmäßig ihre Nachbarn, um wenigstens an irgendeinem anderen Leben teilzuhaben. 
Als die Familie Russell in das Haus gegenüber zieht, stellt sich Annas Leben plötzlich vollkommen auf den Kopf, als sie eines Tages ein schreckliches Verbrechen in dem Haus ihrer neuen Nachbarn beobachtet. 
Doch was hat sie wirklich gesehen?
Ist Anna eine glaubhafte Zeugin?
Und kann sie ihrem eigenen Urteil trauen?

Mit "The woman in the window - Was hat sie wirklich gesehen?" hat der amerikanische Autor A.J. Finn endlich mal wieder einen Thriller vorgelegt, der so atemlos spannend, sogwirkend und noch ziemlich gut geschrieben ist, dass die Seiten einfach nur dahin flogen. Obwohl das Rad auch in Annas Geschichte nicht neu erfunden wurde, ist es dem Autoren trotzdem gelungen eine unglaublich intensive Atmosphäre in seinem Thriller aufzubauen. Zudem sind die bekannten Einflüsse, die zweifellos auf die Geschichte gewirkt haben, so clever und charmant gewählt, dass man sich eigentlich nicht richtig darüber ärgern kann, dass die Grundidee der Handlung bereits allseits bekannt ist: 
Eine Hauptfigur, mit einem gewissen Hang die Nachbarn auszuspionieren, beobachtet ein Verbrechen und ist aus diversen Gründen verhindert aktiv einzugreifen und Schlimmeres zu verhindern. Alfred Hitchcock und James Stewart aus "Das Fenster zum Hof" grüßen freundlich aus dem Fenster von der anderen Hausseite. Doch der Autor macht kein Geheimnis aus seiner Inspiration und baut diese sogar indirekt in die Handlung mit ein. 
Und dann wäre da noch die Hauptfigur an sich, die in "The woman in the window" wahnsinnig gut gelungen ist. Durch ihre persönliche Hintergrundgeschichte, aber gleichzeitiger Einnahme diverser starker Medikamente und Alkohol, schwankt der Leser, während der gesamten Geschichte, zwischen einer Ambivalenz. Auf der einen Seite fühlt man mit Anna mit. Da die ganze Handlung aus ihrer Sicht erzählt wird, bekommt man zudem ein intimes Verhältnis zu ihr. Auf der anderen Seite steht der übermäßige Alkoholkonsum und die zahlreichen Medikamente, die den Leser in vielen Momenten an Annas Glaubwürdigkeit zweifeln lassen. Durch diesen perfekt inszenierten Zwiespalt, analysiert der Leser permanent Situationen, auch wenn das Buch nicht gelesen wird.
Auch wenn vieles in "The woman in the window" bekannt ist, hat A.J. Finn es trotzdem geschafft mich komplett zu überraschen, da ich in letzter Zeit skeptisch zu Kriminalromanen oder Thrillern gegriffen habe. Seine Geschichte um eine ehemalige Psychaterin, die selbst zur Patientin wird, ist gut geschrieben und besticht in den relativ kurzen Kapiteln zusätzlich mit einer unglaublichen Intensität. Zu Beginn braucht die Geschichte Anlaufzeit, doch dann wird man sie nicht mehr aus der Hand legen. 
Endlich wieder ein Thriller, der mich komplett überzeugen konnte.