Donnerstag, 23. März 2017

Senta Richter - Verspielt





Herausgeber: Books on Demand
Seiten: 351
Erschienen: 10. März 2017
Preis: 10.99 Euro (Ebook: 0.99 Euro kurze Zeit zum Einführungspreis) 








Sechs Monate nachdem Hanna von ihrer alten Schule geflogen ist, beginnt ihr neues Leben in einem idyllischen Dorf auf einer renommierten Privatschule. Zumindest, wenn es nach ihren Eltern geht, die mit ihr aus Köln wegziehen, um in dem kleinen Dorf einen Neuanfang zu wagen.
Hanna ist allerdings anfangs sehr skeptisch. Als sich aber dann der Schulschwarm Jake scheinbar für sie zu interessieren beginnt, denkt sich Hanna, dass es mit ihrem neuen Leben eventuell doch klappen könnte. 
Doch dann kommt alles anders.
Hanna findet heraus, dass Jake sie bloß für seine eigenen Zwecke genutzt hat, um sie schließlich vor der gesamten Schule bloß zu stellen. Das will Hanna nicht auf sich sitzen lassen und entschließt, sich an Jake zu rächen, nicht ahnend, dass sie damit in ein perfides und tödliches Spiel gerät, das nicht nur ihre eigene schreckliche Vergangenheit ans Licht zerrt, sondern sie am Ende alles kosten könnte...

Senta Richter hat mit ihrem neuen Buch "Verspielt" ihren ersten Jugendthriller vorgelegt und der hat es wirklich in sich. 
Dabei beginnt Hannas Geschichte, wenn man einmal vom Anfangskapitel absieht, sehr idyllisch in einem kleinen Dorf, abseits der Großstadt, aus der Hanna ursprünglich kommt. Aber genau hier beginnen sich auch schon die ersten Fragen zu stellen. Warum war der Neuanfang für die Familie überhaupt nötig? Was hat es mit dem Ereignis auf sich, das zu Hannas Schulverweis geführt hat?
Die Antworten findet man dann natürlich während der Lektüre, aber man findet sie nicht einfach so. Begleitet wird der Weg von Spannung, die einen dazu bringt seine Umgebung überhaupt nicht mehr wahrzunehmen, von irren Wendungen, die mich teilweise nach Luft schnappen ließen, weil ich natürlich versucht habe zu gewissen Fragen eigene Vermutungen anzustellen, die aber der schlussendlichen Aufklärung nicht einmal im Entferntesten nahe kamen, und natürlich von einer unglaublich guten Geschichte, die mir immer einen Schritt voraus war und niemals verriet, was als Nächstes passieren würde. 
Und das war auch genau der Punkt, den ich noch einmal hervorheben möchte: Die Unnahbarkeit der Handlung. Schon von der ersten Seite, wusste ich nie wirklich, wohin mich die Geschichte führen wird aber in einem absolut positivem Sinne. Senta Richter macht es ihren Lesern nämlich einfach in die Handlung hineinzufinden, um sich dann schlussendlich von ihr mitreißen zu lassen. Auch der Aufbau der Handlung muss ich lobend erwähnen, denn dieser besteht aus vielen, teils mysteriösen, Anhaltspunkten, die dann am Ende von der Auflösung getragen wurden. 
Bei einem ersten Blick auf die Charaktere in "Verspielt" hatte ich zunächst den Eindruck es mit den typischen Figuren in einer Schule zu tun zu haben. Da gibt es einmal den gutaussehenden und beliebten Schulsprecher Jake, seine eingebildete und zickige On/Off Beziehung, namens Marissa, die unglaublich perfekte und gleichzeitig liebevolle Vertrauensschülerin Lexa und die nerdige Außenseiterin, mit der man sich schnell anfreundet, weil man doch irgendwie glaubt am besten zu ihr zu passen. Doch trotz dieser anfangs stereotypischen Sichtweise auf die Charaktere, wird schnell deutlich, dass eben vieles nicht so ist, wie es scheint. Vor allem nicht an dieser Privatschule. 
Senta Richter ist mit "Verspielt" ein undurchsichtiger, spannender und gut konstruierter Thriller gelungen. Genau wie bei beiden Teilen ihrer Science-Fiction-Trilogie "Opus", hat mich auch diese Geschichte vollends überzeugt. 
Für alle Fans des Genres und alle, die es noch werden wollen. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen