Mittwoch, 1. März 2017

Lesemonat Februar

Hallo und Herzlich Willkommen zu meinem Lesemonat Februar.
Im vergangenen Monat kam ich auf insgesamt sieben Bücher mit 2711 Seiten. Und obwohl es so wenige Bücher waren, konnten mich die meisten Bücher überzeugen.
Dann hätten wir ja alles geklärt, fangen wir an.
Los geht es mit dem Buch "Schwarzweiss hat viele Farben" von der Autorin Kathryn Erskine. Gerade der Klappentext hat mich mehr als neugierig gemacht. Es geht um die elfjährige Caitlin, die das Asperger Syndrom hat und mit ihrem Vater um ihren Bruder trauert, der Opfer eines Amoklaufes an seiner Schule geworden ist. Einfühlsam und bewegend erzählt die Autorin die Geschichte eines Mädchens, die mit einer gewaltigen Last auf ihren Schultern lernen muss ihre Mitmenschen zu verstehen. Vor allem ihren Vater, der gezeichnet von seiner Trauer um seinen Sohn oft so wirkt, als würde er mit seiner Tochter selbst nicht mehr umgehen können. Nicht nur einmal hat mir dieses kleine Büchlein das Herz schwer gemacht hat, weil es an vielen Stellen einfach richtig traurig ist, gleichzeitig ist es aber auch voller Hoffnung und einer ganz besonderen Protagonistin, die ich von der ersten Seite ins Herz geschlossen habe. Eine absolute Leseempfehlung meinerseits. 
Weiter ging es im Februar mit einem Buch, das versprach ein spannender Mystery-Thriller zu werden. In "Das tote Mädchen" von Steven James erscheint dem Protagonisten Daniel seine tote Mitschülerin und bittet ihn um Hilfe ihren Mörder zu finden. Doch eigentlich war Emilys Tod ein tragischer Unfall, das sagt zumindest die Polizei. Daniel beginnt Nachforschungen anzustellen und stößt auf Ungereimtheiten im Fall Emily. Als Daniels Visionen zunehmen, kann er bald schon nicht mehr zwischen Vision und Wirklichkeit unterscheiden. Am Schluss war "Das tote Mädchen" mehr Thriller, als Mystery Thriller und er konnte mich durchaus unterhalten, aber dennoch am Ende nicht ganz überzeugen. Wer neugierig geworden ist und mehr über das Buch voller Geister und dunklen Visionen von Steven James erfahren möchte, für den habe ich noch eine Rezension geschrieben.
Das nächste Buch, das ich im Februar gelesen habe, war eines, das schon seit ewiger Zeit auf meiner Wunschliste stand. Das ist aber eigentlich bei allen Neuerscheinungen von Martin Suter so, seit ich von ihm "Small World" gelesen habe, das zu eines meiner absoluten Lieblingsbücher geworden ist. In seinem neuen Buch "Elefant" geht es um genau den: einen kleinen rosafarbenen Elefanten, der die Mitmenschen in seiner Umgebung auf Trab hält. Wieder einmal gelingt es Martin Suter in seinem Roman seine Leser nicht nur zu unterhalten, sondern auch aktuelle Themen in seinen Geschichten mit einzubeziehen. Hier handelt es sich um das Thema 'Genforschung', das vor allem von Suters Figur Roux in "Elefant" veranschaulicht wurde. Der kleine Elefant hat von seinem ersten Auftauchen im Buch mein Herz erobert und wieder einmal konnte mich eine Suter-Geschichte überzeugen. Wer noch etwas mehr wissen möchte, auch zu "Elefant" habe ich eine Rezension geschrieben.
Weiter ging es im vergangenen Monat mit etwas, was ich eigentlich nicht so gerne mache: Tolle Buchreihen abschließen. "Die helle Flamme der Magie" ist das Finale der 'Black Blade' Trilogie von Jennifer Estep und die Heldin Lila hat mich vom ersten Band an begeistern können. Die Trilogie spielt in dem fiktiven Ort Cloudburst Falls, dem magischsten Ort in ganz Amerika, in dem sich Unmengen von Touristen und Monster 'Guten Tag' sagen. Aber vor allem geht es in Black Blade um Familien. Und vor allem um die Familie Sinclair, für die Lila arbeitet und die schon so etwas wie ihre eigene Familie geworden ist. Im großen Finale stellen sich die Sinclairs in einem großen Krieg gegen die Draconis, die versuchen die Alleinherrschaft in Cloudburst Falls an sich zu reißen. Black Blade ist ein großartiger Mix aus Fantasy und Mafiageschichte und auch der letzte Teil konnte mich, wie seine zwei Vorgänger, mitreißen. Eine Trilogie, die Spaß macht und die ich immer gerne weiter empfehle.
Der Februar war ein guter Monat. Der Februar war der Monat, in dem Ava Reed ihr sage und schreibe fünftes Buch veröffentlicht hat. Der Februar war der Monat, in dem Yara und Noel eine Menge Herzen erobert haben und hoffentlich noch viele erobern werden. Zu Recht, denn mit "Wir fliegen, wenn wir fallen" ist Ava Reed eine großartige und wunderschöne Geschichte gelungen. Die beiden Protagonisten Yara und Noel bekommen eine Liste, die sie zusammen erfüllen sollen. Eine ganz besondere Liste, die die beiden auf ein verrücktes Abenteuer quer um die ganze Welt führt. Und auf dieser Reise erleben sie nicht nur ganz viele Dinge, sondern lernen auch etwas Wichtiges. Dass man manchmal zu zweit besser Lasten tragen kann, als wenn man alleine wäre. Ihr müsst Yara und Noel kennen lernen, ihr werdet es nicht bereuen. Ich verspreche es euch. Für alle, die immer noch überzeugt werden wollen, auch zu "Wir fliegen, wenn wir fallen" habe ich eine etwas andere Rezension geschrieben. 
Im Februar habe ich außerdem meinen ersten John Irving Roman gelesen und es hat sich mehr als gelohnt. "Das Hotel New Hampshire" ist ja fast schon ein Klassiker und da ich sowieso Geschichten liebe, die in Hotels spielen, war ich gespannt, was mich erwarten würde. Tatsächlich hatte ich Anlaufschwierigkeiten mit der Lektüre, und war schon fast soweit das Buch beseite zu legen. Zum Glück habe ich das nicht getan, denn irgendwann machte es 'Klick' und ich war mittendrin. Mit jeder gelesenen Seite hat mich "Das Hotel New Hampshire" von einem Irving-Neuling zu einer Irving-Verehrerin gemacht. Die Charaktere, die er zeichnet, sind nicht nur herrlich skurril und liebenswert, sie sind so intensiv gezeichnet, das man auch, wenn man das Buch nicht liest, immer wieder über sie nachdenkt und überlegt, was ihnen alles noch begegnen wird. "Das Hotel New Hampshire" ist eine großartige, herrlich komische, todtraurige und wunderschöne Familiengeschichte, ein ganz besonderes Buch, das wohl bald in einer großen Irving Sammlung stehen wird. Ich bin Fan.
Das letzte Buch aus dem Lesemonat Februar kommt von Anthony Doerr und ist ebenfalls zu einem ganz besonderen Highlight für mich geworden. "Alles Licht, das wir nicht sehen" hat 2015 den renommierten und begehrten Pulitzer Preis gewonnen. Die Geschichte spielt im zweiten Weltkrieg und erzählt von zwei Menschen, deren Lebenswege sich für einen geschichtsträchtigen Moment kreuzen und die aber ansonsten völlig verschiedene Leben führen. Und obwohl "Alles Licht, das wir nicht sehen" zu einen der dunkelsten Zeiten der Geschichte spielt und es an vielen Stellen so traurig ist, dass einem fast schon das Atmen schwer fällt, ist es trotzdem voller Hoffnung. Anthony Doerr hat eine einzigartige Art und Weise an sich eine Geschichte zu erzählen, die man schwer beschreiben kann, und eigentlich selbst erleben muss. Er schreibt Lebensgeschichten auf, und man klebt an jeder Seite und möchte wissen, wie es weiter geht. "Alles Licht, das wir nicht sehen" ist eine ganz besonderes Buch geworden, eine von diesen, die man irgendwann aus dem Regal zieht, um sie noch einmal zu lesen. Sie ist es auf jeden Fall wert.

So, das war er auch schon wieder. Mein relativ kurzer Lesemonat Februar. Ich hoffe, ich konnte euch für das ein oder andere Buch begeistern und vielleicht ist auch eure Wunschliste länger geworden. Das höre ich immer besonders gerne, also lasst es mich in den Kommentaren wissen :)

Eure Lisa. 

1 Kommentar:

  1. Hallo Lisa,
    Toller Lesemonat. Wir fliegen wenn wir fallen muss ich unbedingt auf meine Wunschliste setzen :)
    Viele Grüße Lisa :D

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