Donnerstag, 26. November 2015

Laura Newman - Another day in paradise




Verlag: Books on Demand 
Seiten: 345
Erschienen: 02. Oktober 2015
Preis: 11.99 Euro (Taschenbuch), 20.49 Euro (Gebundene Ausgabe), 2.99 Euro (Ebook)









Eine mysteriöse und furchtbare Krankheit hat den gesamten Staat Texas lahm gelegt. Die Infizierten verwandeln sich nach kurzer Zeit in rasende Bestien, die nur eines im Sinn haben: Töten!
In dieser fast schon postapokalyptischen Welt treffen wir auf Naya und ihre Gruppe Sam, Summer und Gadget. Sie sind auf dem Weg zu einem Militärstützpunkt an der Küste, weil sie sich dort Hilfe und vielleicht sogar Rettung versprechen. Bald schließen sich ihnen noch die ehemalige Lehrerin Miss Jones, der jüngere Billy und Jaze an.
Relativ schnell bemerkt Naya, dass sie, obwohl sie sich in einer mit Deadheads (so nennt die Gruppe die blutrünstigen Infizierten) überbevölkerten Welt wieder gefunden hat, in der sie jeden Tag ums Überleben kämpfen muss und quasi jeder der Nächste sein kann, Gefühle für den coolen Jaze entwickelt. 
Als die Gruppe schließlich den Militärstützpunkt erreicht, bietet sich ihnen nicht nur ein völlig unerwartetes Bild, sondern sie erfahren schon bald etwas Unglaubliches. Etwas, das sie an dem wenigen, woran sie noch glauben und woran sich die Gruppe festhält, zweifeln lassen...

Alle 'The Walking Dead' Anhänger und Fans dystopischer Welten mit einer gehörigen Portion blutrünstiger Wahnsinniger aufgepasst! An dem neuen Werk von Laura Newman, der zugleich Auftakt einer Reihe ist, führt kein Weg vorbei!
Mit unfassbar tollen Charakteren, die alles können: Kämpfen, cool, witzig und schlagfertig sein, Klischees bedienen und denen immer am Ende eines am Wichtigsten ist: Die Gruppe, hat Laura Newman eine spannende, gut konstruierte, an vielen Stellen überaus witzige und sehr lesenswerte Story erschaffen.
Mir waren die Protagonisten sofort sympathisch, einfach auch deshalb, weil man ihren unbändigen Mut bewundert, der ihnen angesichts von Tod und Zerstörung in ihrem jungen Leben nicht abhanden gekommen ist. Sie finden immer wieder einen neuen Grund, um nicht aufzugeben. Zudem legen sie in ihrem neu angelegten Tagesablauf eine so beeindruckende Routine und fast schon Lockerheit an den Tag, dass man sich auch häufig Gedanken darüber macht, wie man sich selbst in so einer Situation verhalten würde. Ich komme bei mir zu dem Ergebnis, dass ich sehr wahrscheinlich ein unerträglicher Angsthase sein würde mit dem keine Gruppe gerne unterwegs wäre. 
Aber vielleicht wäre das ja wirklich alles eine Frage der Routine. 
In dem Buch von Laura Newman mit dem schon leicht ironisch angehauchten Titel "Another day in paradise" treffen wir überdies auch auf einige Ironien und klischeebehaftete Situationen, beispielsweise auf die Figur des 'Jaze', der coole, gut aussehende Held, der immer einen coolen Spruch auf den Lippen hat und den Eindruck macht, als wäre das alles lediglich ein großes Abenteuer und würde ihn nicht im Mindesten emotional belasten. 
Ich bin der Meinung, dass das bewusst in die Story hineingearbeitet wurde. "Another day in paradise" gibt den Anschein, als hätten wir es hier mit einer weiteren Zombie-Geschichte zu tun, um den Leser dann von einem auf den anderen Moment komplett zu verblüffen.
So war es zumindest bei mir, die ich diesen ersten Teil großartig fand und wirklich nur jedem empfehlen kann sich ebenfalls in dieses Abenteuer (zumindest würde Jaze es so ausdrücken) zu stürzen. 
Ihr werdet es nicht bereuen!
Ich freue mich wahnsinnig auf die Fortsetzung! 

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