Sonntag, 6. September 2015

Anna McPartlin- Die letzten Tage von Rabbit Hayes








Verlag: rororo
Seiten: 504
Erschienen: 20. März 2015
Preis: 12 Euro ( Ebook: 9.99 Euro )








Stell dir vor, du stehst mitten im Leben, hast einen erfüllenden Beruf und bist Mutter einer wunderbaren Tochter. Es könnte nicht besser laufen und dann ändert eine Diagnose alles. 

Anna McPartlins neuer Roman beginnt mit einem Blogeintrag der Protagonistin. Sie erzählt, dass bei ihr ein Tumor in der Brust gefunden wurde aber betont gleichzeitig, dass sie nicht vorhat, daran zu sterben. Nein, sie würde kämpfen mit allen Mitteln, die sie zur Verfügung hat. Schließlich ist sie doch Tochter, Schwester und vor allem Mutter, die noch einiges mit ihrem Leben anzufangen weiß. Doch schnell wird deutlich, dass Rabbits Kampf verloren scheint, der Krebs schwächt ihren Körper immer mehr und in ihren letzten Tagen versucht Rabbit einen versöhnlichen Abschluss mit ihrem Leben zu finden.

"Die letzten Tage von Rabbit Hayes" ist traurig, keine Frage. In jeder Zeile leidet man mit der unheimlich sympathischen Rabbit mit. Es ist unfair, dass sie keine Wahl hat, als ihre erst 12-jährige Tochter Juliet zu verlassen, sie nicht aufwachsen zu sehen. Aber gleichzeitig zeigt diese Geschichte den großartigen Zusammenhalt einer besonderen Familie, die alles versucht, um dem Schicksal den Mittelfinger zu zeigen, dann aber das Unvermeidliche einsieht, um sich dann gegenseitig durch diese schreckliche und ungerechte Zeit zu tragen. Zudem verstrickt die Autorin geschickt eine längst vergangene aber gleichzeitig doch lebhaft gebliebene Liebesgeschichte in ihren Roman ein. Diese Liebesgeschichte mag auf ihre Art und Weise ebenfalls eine Tragik beinhalten, lässt den Leser aber mit der Hoffnung zurück, dass am Ende von Rabbits Weg sie sicher nicht alleine sein wird.

Auf geht's! Diese Familie müsst ihr einfach kennen lernen.

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